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Hier finden Sie eine Auswahl unserer Projekte aus verschiedenen Projektkategorien: Gebäude verschiedener Funktionen; Gebäude im Denkmalschutz; Umgebungen, in denen sich Menschen wohlfühlen und Arbeitswelten, die neu gedacht sind. Mit der Teilnahme an Wettbewerben möchten wir einen Beitrag zur aktuellen Architektur- und Städtebaudiskussion leisten. Hier testen und realisieren wir neue Konzepte und Strategien.

AUF
ZU NEUEN
UFERN

Ein industrielles Denkmal am Tempelhofer Ufer 1 soll um einen Neubau erweitert und neu genutzt werden: Die Alte Post in Kreuzberg, ein signifikantes Bauwerk in markgräflicher Backsteingotik, erbaut 1901 als Hauptpostamt des Bezirkes. Das 2.350 m2 große Bürogebäude, das das denkmalgeschützte Gebäude erweitert, wird moderne Büroräume beherbergen. Architektonisch stellt sich die Grundfrage, wie viel Modernität ein Denkmal aushält. In Anlehnung an das fünfgeschossige Bestandsgebäude mit rotem Klinkermauerwerk erfährt der viergeschossige Neubau ein differenziertes und architektonisch beeindruckendes Design, das seine eigene Identität in Bezug auf das bestehende Gebäude behauptet und neue Nutzungen und Arbeitsweisen im Herzen eines im Wandel begriffenen Stadtteils repräsentiert.
Wir entschieden uns für eine Glasfassade, die im Kontrast zum historischen Viertel steht und aus energetischer und ökologischer Sicht so gestaltet ist, dass sie Konzepte für Wärmeschutz, Tageslicht, Sonnenschutz und natürliche Belüftung erfüllt. Besonderes Highlight sind die Außenbereiche, die zum einen in Form von Loggias und Balkonen mit Südausrichtung im 1. und 2. Obergeschoss und zum anderen durch Staffelgeschosse mit Nord- und Südausrichtung erreicht werden. Die Obergeschosse, die gegenüber der darunter liegenden Ebene nach hinten versetzt werden, sind konstruktiv als reiner Holzbau ausgeführt und schaffen eine zusätzliche Nutzfläche von ca. 400 m2. Herzstück sind die großzügigen und begrünten Dachterrassen, die einen Blick über die Stadt erlauben.
Adaptive Wiederverwendung; aus Respekt vor dem architektonischen Erbe. In der südlichen Ecke des Geländes befindet sich das denkmalgeschützte Trafohäuschen, ein Überbleibsel des industriellen Denkmals. Als geschütztes Wahrzeichen der Vergangenheit Berlins wurde seine Fassade erhalten und zusammen mit dem Dachvorsprung in das neue Gebäude integriert. Der gesamte Gebäudekomplex wird um einen weiteren öffentlichen Haupteingang vom Mehringdamm erweitert. Entstehen soll eine urbane Oase, die es den Nutzern ermöglicht, sich um einen zentralen Knotenpunkt herum zu versammeln und zu kommunizieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Die Planung basiert auf minimalen Eingriffen am Denkmalschutz. Einige begrenzte Verbesserungen tragen dazu bei, den Wärmeverlust im Winter zu verringern, den Wärmeeintrag im Sommer zu minimieren, das Tageslicht zu maximieren und die natürliche Belüftung sowie den Sonnenschutz zu verbessern. Mit dem Projekt verpflichten wir uns für einen nachhaltigen Entwicklungsansatz, um für das neue Gebäude ein BREEAM Excellent zu erhalten, während für das bestehende Gebäude eine BREEAM im Bestand Zertifizierung angestrebt wird. Unsere Planung zielt darauf ab, ein modernes Geschäftshaus im Kreuzberger Bezirk von morgen zu integrieren, das Antwort auf die neuen Anforderungen an eine engere Verknüpfung von Arbeit und Freizeit, die Wiederbelebung der Stadtviertel und die wachsende Rolle der Nachhaltigkeit gibt.

TU1

Projekt
Ansehen

AUF
ZU NEUEN
UFERN

Ein industrielles Denkmal am Tempelhofer Ufer 1 soll um einen Neubau erweitert und neu genutzt werden: Die Alte Post in Kreuzberg, ein signifikantes Bauwerk in markgräflicher Backsteingotik, erbaut 1901 als Hauptpostamt des Bezirkes. Das 2.350 m2 große Bürogebäude, das das denkmalgeschützte Gebäude erweitert, wird moderne Büroräume beherbergen. Architektonisch stellt sich die Grundfrage, wie viel Modernität ein Denkmal aushält. In Anlehnung an das fünfgeschossige Bestandsgebäude mit rotem Klinkermauerwerk erfährt der viergeschossige Neubau ein differenziertes und architektonisch beeindruckendes Design, das seine eigene Identität in Bezug auf das bestehende Gebäude behauptet und neue Nutzungen und Arbeitsweisen im Herzen eines im Wandel begriffenen Stadtteils repräsentiert.
Wir entschieden uns für eine Glasfassade, die im Kontrast zum historischen Viertel steht und aus energetischer und ökologischer Sicht so gestaltet ist, dass sie Konzepte für Wärmeschutz, Tageslicht, Sonnenschutz und natürliche Belüftung erfüllt. Besonderes Highlight sind die Außenbereiche, die zum einen in Form von Loggias und Balkonen mit Südausrichtung im 1. und 2. Obergeschoss und zum anderen durch Staffelgeschosse mit Nord- und Südausrichtung erreicht werden. Die Obergeschosse, die gegenüber der darunter liegenden Ebene nach hinten versetzt werden, sind konstruktiv als reiner Holzbau ausgeführt und schaffen eine zusätzliche Nutzfläche von ca. 400 m2. Herzstück sind die großzügigen und begrünten Dachterrassen, die einen Blick über die Stadt erlauben.
Adaptive Wiederverwendung; aus Respekt vor dem architektonischen Erbe. In der südlichen Ecke des Geländes befindet sich das denkmalgeschützte Trafohäuschen, ein Überbleibsel des industriellen Denkmals. Als geschütztes Wahrzeichen der Vergangenheit Berlins wurde seine Fassade erhalten und zusammen mit dem Dachvorsprung in das neue Gebäude integriert. Der gesamte Gebäudekomplex wird um einen weiteren öffentlichen Haupteingang vom Mehringdamm erweitert. Entstehen soll eine urbane Oase, die es den Nutzern ermöglicht, sich um einen zentralen Knotenpunkt herum zu versammeln und zu kommunizieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Die Planung basiert auf minimalen Eingriffen am Denkmalschutz. Einige begrenzte Verbesserungen tragen dazu bei, den Wärmeverlust im Winter zu verringern, den Wärmeeintrag im Sommer zu minimieren, das Tageslicht zu maximieren und die natürliche Belüftung sowie den Sonnenschutz zu verbessern. Mit dem Projekt verpflichten wir uns für einen nachhaltigen Entwicklungsansatz, um für das neue Gebäude ein BREEAM Excellent zu erhalten, während für das bestehende Gebäude eine BREEAM im Bestand Zertifizierung angestrebt wird. Unsere Planung zielt darauf ab, ein modernes Geschäftshaus im Kreuzberger Bezirk von morgen zu integrieren, das Antwort auf die neuen Anforderungen an eine engere Verknüpfung von Arbeit und Freizeit, die Wiederbelebung der Stadtviertel und die wachsende Rolle der Nachhaltigkeit gibt.

Ein Labor
aus
Holz

Das einst für das global tätige US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM wurde beabsichtigt, das 1985 als Berliner Hauptquartier errichtete Gebäude in Berlin-Marienfelde, sollte umgestalten und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Grundlegend für das vorliegende Planungskonzept war die Idee, einen Betreiber von Flächen mit Mischnutzungen aus Labor- und Büroflächen anzusiedeln. Dabei wurde das für Laborflächen untypische Ziel verfolgt, Büro- und Labornutzungen klar voneinander zu trennen, sodass die Büronutzungen im Bestandsbaukörper unterkommen und die Laborflächen im Neubaukörper.
Der Neubaukörper hat die Form eines umgekehrten T mit Treppen- und Aufzugskernverbindungen zu allen drei Stockwerken des bestehenden Gebäudes. Daraus resultiert ein neu geschaffener Innenhof, der an den Westflügel des bestehenden Gebäudes angrenzt. Um die Kompatibilität mit den beiden künftigen Projekten zu garantieren, entschieden wir uns für eine schlichte Kubatur. Eine Fläche von 5.500 m² verteilt sich um ein großes, offenes Atrium herum, das sich über die gesamte Höhe des Innenraums erstreckt. Dieser zentrale Hohlraum beherbergt eine Wendeltreppe, die die Verbindungen zwischen den Etagen herstellt und gleichzeitig eine Verbindung um einen Anker für alle Mitarbeiter darstellt. Die Treppe ist als skulpturales, gewundenes Band aus Holz gestaltet, das durch den Raum nach oben führt. Ein diskreter Zugang zum neuen Innenhof und der Gartenlandschaft ist ebenfalls direkt vom zentralen Foyer zugänglich und bildet eine Art Mini-Auditorium als kommunikatives Zentrum des Campus. Zwei weitere Indoor-Atrien, jeweils im Ost- und Westflügel des Gebäudes sorgen für ausreichend frische Luft, Tageslicht und Ausblick nach draußen.
Bei der Konstruktion des Neubaus planten wir nahezu gänzlich mit Holz. Wir entschieden uns für eine flexible und moderne Holzmodulbauweise, deren Vorteil in einer schnellen und effektiven Umsetzung liegt. Die elementaren Raummodule werden zum Bauwerk gestapelt. Die Farbigkeit des Gebäudes wird bestimmt durch die beiden wesentlichen Materialien: eine Mischung aus vorgefertigten Leimholz- und CLT-Elementen (Cross Laminated Timber). Entsprechend den Erfordernissen und haustechnischen Anforderungen für Labore wurden zentrale und dezentrale Schächte vorgesehen, wobei sich die Dachdurchdringungen direkt über den Schächten befinden. Die notwendigen Lüftungs- und Klimaanlagen sind oberhalb der Flurzonen auf dem Dach angeordnet. Potenziell gefährliche Gase werden mit Abgas- und Schornsteinrohren entlüftet, die zunächst horizontal hinter einer abgeschirmten Brüstung und dann vertikal auf der Rückseite der Treppen- und Aufzugskerne verlaufen, um die natürliche Belüftung der Büroräume im bestehenden Gebäude nicht zu beeinträchtigen. An den Fassaden der Hauptbesprechungsräume, die sich über dem Eingang des Neubaus befinden, sind isolierte Schiebeverglasungen vorgesehen, die eine natürliche Belüftung ermöglichen und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre unmittelbare Umgebung zu kontrollieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Das Projekt wirkt sich besonders positiv auf die CO2-Bilanz aus, ist gesundheitsfördernd und trägt zu einer gesunden Umwelt bei, in der man leben und arbeiten kann. Mit dem Neubau eines Labors und der Umnutzung zu Büroflächen im Bestand, erreichten wir eine multifunktionale Flächennutzung eines bis dato als Single-Tenant genutzten Gebäudes.

ND12

Projekt
Ansehen

Ein Labor
aus
Holz

Das einst für das global tätige US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM wurde beabsichtigt, das 1985 als Berliner Hauptquartier errichtete Gebäude in Berlin-Marienfelde, sollte umgestalten und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Grundlegend für das vorliegende Planungskonzept war die Idee, einen Betreiber von Flächen mit Mischnutzungen aus Labor- und Büroflächen anzusiedeln. Dabei wurde das für Laborflächen untypische Ziel verfolgt, Büro- und Labornutzungen klar voneinander zu trennen, sodass die Büronutzungen im Bestandsbaukörper unterkommen und die Laborflächen im Neubaukörper.
Der Neubaukörper hat die Form eines umgekehrten T mit Treppen- und Aufzugskernverbindungen zu allen drei Stockwerken des bestehenden Gebäudes. Daraus resultiert ein neu geschaffener Innenhof, der an den Westflügel des bestehenden Gebäudes angrenzt. Um die Kompatibilität mit den beiden künftigen Projekten zu garantieren, entschieden wir uns für eine schlichte Kubatur. Eine Fläche von 5.500 m² verteilt sich um ein großes, offenes Atrium herum, das sich über die gesamte Höhe des Innenraums erstreckt. Dieser zentrale Hohlraum beherbergt eine Wendeltreppe, die die Verbindungen zwischen den Etagen herstellt und gleichzeitig eine Verbindung um einen Anker für alle Mitarbeiter darstellt. Die Treppe ist als skulpturales, gewundenes Band aus Holz gestaltet, das durch den Raum nach oben führt. Ein diskreter Zugang zum neuen Innenhof und der Gartenlandschaft ist ebenfalls direkt vom zentralen Foyer zugänglich und bildet eine Art Mini-Auditorium als kommunikatives Zentrum des Campus. Zwei weitere Indoor-Atrien, jeweils im Ost- und Westflügel des Gebäudes sorgen für ausreichend frische Luft, Tageslicht und Ausblick nach draußen.
Bei der Konstruktion des Neubaus planten wir nahezu gänzlich mit Holz. Wir entschieden uns für eine flexible und moderne Holzmodulbauweise, deren Vorteil in einer schnellen und effektiven Umsetzung liegt. Die elementaren Raummodule werden zum Bauwerk gestapelt. Die Farbigkeit des Gebäudes wird bestimmt durch die beiden wesentlichen Materialien: eine Mischung aus vorgefertigten Leimholz- und CLT-Elementen (Cross Laminated Timber). Entsprechend den Erfordernissen und haustechnischen Anforderungen für Labore wurden zentrale und dezentrale Schächte vorgesehen, wobei sich die Dachdurchdringungen direkt über den Schächten befinden. Die notwendigen Lüftungs- und Klimaanlagen sind oberhalb der Flurzonen auf dem Dach angeordnet. Potenziell gefährliche Gase werden mit Abgas- und Schornsteinrohren entlüftet, die zunächst horizontal hinter einer abgeschirmten Brüstung und dann vertikal auf der Rückseite der Treppen- und Aufzugskerne verlaufen, um die natürliche Belüftung der Büroräume im bestehenden Gebäude nicht zu beeinträchtigen. An den Fassaden der Hauptbesprechungsräume, die sich über dem Eingang des Neubaus befinden, sind isolierte Schiebeverglasungen vorgesehen, die eine natürliche Belüftung ermöglichen und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre unmittelbare Umgebung zu kontrollieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Das Projekt wirkt sich besonders positiv auf die CO2-Bilanz aus, ist gesundheitsfördernd und trägt zu einer gesunden Umwelt bei, in der man leben und arbeiten kann. Mit dem Neubau eines Labors und der Umnutzung zu Büroflächen im Bestand, erreichten wir eine multifunktionale Flächennutzung eines bis dato als Single-Tenant genutzten Gebäudes.

EIN AMPHITHEATER
NEU
GEDACHT

Wir entwickelten einen neuen Ansatz für einen kulturellen Veranstaltungsort, indem wir die architektonische Morphologie mit der Natur auf eine Art und Weise integriert haben, die die Modernität umfasst und gleichzeitig die anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes erfüllt, einschließlich aller Wünsche der Beteiligten. Der Sportkomplex Olimpijski in Moskau nutzt die Fundamente des bereits bestehenden Gebäudes und bietet mit einem offenen Grundriss von 32x24 Metern und einem zusätzlichen Veranstaltungsraum Platz für gesellschaftliche Veranstaltungen, Hochzeiten und Rockkonzerte. Der interessanteste Aspekt der Aufgabenstellung bestand darin, dass wir im Wesentlichen gebeten wurden, einen neuen Theatertyp zu entwerfen. Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen konzentriert: Zeitlose Schönheit, Flexibilität und Komfort.
Inspiriert von den organischen und natürlichen Mustern der Natur, weisen die gesamten architektonischen Oberflächen eine sechseckige und kristalline Geometrie auf, die zufällig auf dem "Goldenen Schnitt" basiert und den 30 m breiten zentralen Oculus umgibt. Gleichzeitig sollte die Inneneinrichtung funktional und für eine komfortable Bedienung sowie einen schnellen Austausch einzelner, ausgefallener Dekorationselemente ausgelegt sein. Das Theaterdesign kann als raffiniert und elegant in Aussehen und Atmosphäre beschrieben werden.
Das technische Design ist auf eine maximale Flexibilität ausgelegt, so dass die Konfiguration und folglich auch die Funktionen geändert werden können, um sich an die wechselnden Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen. Eines der wesentlichen Elemente ist dabei der C-Wert, der Flexibilität und eine außergewöhnlich gute Sicht für alle Sitzplätze ermöglicht. Ein weiteres wesentliches Designelement sind die doppelten Hexagon-Balkone an den Flanken, die als bewegliche Wände konzipiert wurden, um allen variablen Leistungseinstellungen gerecht zu werden.
Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen und mehrere technische Ausführbarkeiten konzentriert. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lösung alle oben genannten Punkte erfüllt und gleichzeitig den anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes gerecht wird.

OLM

Projekt
Ansehen

EIN AMPHITHEATER
NEU
GEDACHT

Wir entwickelten einen neuen Ansatz für einen kulturellen Veranstaltungsort, indem wir die architektonische Morphologie mit der Natur auf eine Art und Weise integriert haben, die die Modernität umfasst und gleichzeitig die anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes erfüllt, einschließlich aller Wünsche der Beteiligten. Der Sportkomplex Olimpijski in Moskau nutzt die Fundamente des bereits bestehenden Gebäudes und bietet mit einem offenen Grundriss von 32x24 Metern und einem zusätzlichen Veranstaltungsraum Platz für gesellschaftliche Veranstaltungen, Hochzeiten und Rockkonzerte. Der interessanteste Aspekt der Aufgabenstellung bestand darin, dass wir im Wesentlichen gebeten wurden, einen neuen Theatertyp zu entwerfen. Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen konzentriert: Zeitlose Schönheit, Flexibilität und Komfort.
Inspiriert von den organischen und natürlichen Mustern der Natur, weisen die gesamten architektonischen Oberflächen eine sechseckige und kristalline Geometrie auf, die zufällig auf dem "Goldenen Schnitt" basiert und den 30 m breiten zentralen Oculus umgibt. Gleichzeitig sollte die Inneneinrichtung funktional und für eine komfortable Bedienung sowie einen schnellen Austausch einzelner, ausgefallener Dekorationselemente ausgelegt sein. Das Theaterdesign kann als raffiniert und elegant in Aussehen und Atmosphäre beschrieben werden.
Das technische Design ist auf eine maximale Flexibilität ausgelegt, so dass die Konfiguration und folglich auch die Funktionen geändert werden können, um sich an die wechselnden Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen. Eines der wesentlichen Elemente ist dabei der C-Wert, der Flexibilität und eine außergewöhnlich gute Sicht für alle Sitzplätze ermöglicht. Ein weiteres wesentliches Designelement sind die doppelten Hexagon-Balkone an den Flanken, die als bewegliche Wände konzipiert wurden, um allen variablen Leistungseinstellungen gerecht zu werden.
Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen und mehrere technische Ausführbarkeiten konzentriert. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lösung alle oben genannten Punkte erfüllt und gleichzeitig den anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes gerecht wird.

Bildungs- und
Besucherzentrum: 
Design Entwicklung

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelten wir ein neues Konzept für einen Landschaftsgarten mit einem integrierten Bildungs- und Besucherzentrum. Das zukünftige Bildungs- und Besucherzentrum befindet sich im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Reich an natürlichen und kulturellen Ressourcen zählt der Park zum UNESCO Kulturerbe und ist einer der größten und bedeutendsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas. Die Seen bilden das lokale Landschaftssystem. Innerhalb dieser einzigartigen geografischen Gegebenheiten bezieht das Ausstellungsgebäude die vorhandene ökologische Ästhetik in ihre Gestaltung und Funktion ein.
Das Ausstellungsgebäude ist als versenkter Baukörper konzipiert und versteckt sich unterhalb des fortgeführten Landschaftsgartens. Die Fassade des Neubaus soll zum Schutz vor extremen Überschwemmungen durch die benachbarte Neiße in Stampfbeton mit Holz und Zuschlagstoffen ausgeführt werden. Der WU-Baukörper, der die beiden Untergeschosse innen und außen umschließt, wird auf das Niveau des ersten Obergeschosses des Kavalierhauses angehoben. Wo dies aus gestalterischen oder technischen Gründen (Fluchtwege) nicht möglich ist, sind mobile Barrieren vorgesehen, die im Hochwasserfall in dafür vorgesehenen Ankern eingesetzt werden.
Das Erschließungsgebäude ist als offenes Gebäude konzipiert, das vor Niederschlag schützt, aber keine Verglasung oder sonstige thermische Hülle oberhalb der Geländeoberkante aufweist und somit der Forderung keine reflektierenden Flächen zu schaffen Folge leistet. Das großes Glasfenster, das sich zur Natur hin öffnet, dient als botanische Kulisse, um eine räumliche Durchlässigkeit zwischen der Außenlandschaft und dem Innenraum zu schaffen. Die Heizenergie des Gebäudes stammt aus geothermischen Quellen, etwa über Bohrungen und einer Wärmepumpe. Der notwendige Strom wird von einer PV-Anlage auf dem Südschrägdach des Kavalierhauses sowie von Pergoglas auf der Dachterrasse des Neubaus erzeugt.
In der Ausstellung werden wichtige geologische Prozesse veranschaulicht, die Rohstoffgewinnung und die Folgen der Veränderungen in der Landschaft. Darüber hinaus soll der neue Ort die Besucher für die einmaligen landschaftlichen und geologischen Reize des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen sensibilisieren und zu weiteren Entdeckungen rund um Bad Muskau anregen.

BMSK

Projekt
Ansehen

Bildungs- und
Besucherzentrum: 
Design Entwicklung

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelten wir ein neues Konzept für einen Landschaftsgarten mit einem integrierten Bildungs- und Besucherzentrum. Das zukünftige Bildungs- und Besucherzentrum befindet sich im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Reich an natürlichen und kulturellen Ressourcen zählt der Park zum UNESCO Kulturerbe und ist einer der größten und bedeutendsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas. Die Seen bilden das lokale Landschaftssystem. Innerhalb dieser einzigartigen geografischen Gegebenheiten bezieht das Ausstellungsgebäude die vorhandene ökologische Ästhetik in ihre Gestaltung und Funktion ein.
Das Ausstellungsgebäude ist als versenkter Baukörper konzipiert und versteckt sich unterhalb des fortgeführten Landschaftsgartens. Die Fassade des Neubaus soll zum Schutz vor extremen Überschwemmungen durch die benachbarte Neiße in Stampfbeton mit Holz und Zuschlagstoffen ausgeführt werden. Der WU-Baukörper, der die beiden Untergeschosse innen und außen umschließt, wird auf das Niveau des ersten Obergeschosses des Kavalierhauses angehoben. Wo dies aus gestalterischen oder technischen Gründen (Fluchtwege) nicht möglich ist, sind mobile Barrieren vorgesehen, die im Hochwasserfall in dafür vorgesehenen Ankern eingesetzt werden.
Das Erschließungsgebäude ist als offenes Gebäude konzipiert, das vor Niederschlag schützt, aber keine Verglasung oder sonstige thermische Hülle oberhalb der Geländeoberkante aufweist und somit der Forderung keine reflektierenden Flächen zu schaffen Folge leistet. Das großes Glasfenster, das sich zur Natur hin öffnet, dient als botanische Kulisse, um eine räumliche Durchlässigkeit zwischen der Außenlandschaft und dem Innenraum zu schaffen. Die Heizenergie des Gebäudes stammt aus geothermischen Quellen, etwa über Bohrungen und einer Wärmepumpe. Der notwendige Strom wird von einer PV-Anlage auf dem Südschrägdach des Kavalierhauses sowie von Pergoglas auf der Dachterrasse des Neubaus erzeugt.
In der Ausstellung werden wichtige geologische Prozesse veranschaulicht, die Rohstoffgewinnung und die Folgen der Veränderungen in der Landschaft. Darüber hinaus soll der neue Ort die Besucher für die einmaligen landschaftlichen und geologischen Reize des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen sensibilisieren und zu weiteren Entdeckungen rund um Bad Muskau anregen.

Sensibilität
und Liebe
zum Detail

Für das global tätige E-Commerce-Unternehmen SHOPIFY aus Kanada wurde 2022 von dem Architekturbüro MVRDV das eigene Bürogebäude in Berlin-Mitte in eine post-pandemische Bürowelt umgestaltet. Als in der Pandemie 2020 das wohl größte Home-Office-Experiment der Welt deutlich werden ließ, dass für viele Menschen kein Zwang mehr besteht im Büro zu arbeiten, begann das Unternehmen, die eigenen Büroräume im Zuge einer Renovierung 2022 drastisch zu überdenken. Im Mittelpunkt sollte nun das kollektive Erlebnis stehen, fernab von klassischen Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Wir übernahmen 2022 das in Rotterdam geplante Konzept und ließen die neuen Flächen unter Berücksichtigung deutscher Normen zum Leben erwachen.
So materialisierten wir das Konzept auf drei Ebenen des insgesamt 6-stöckigen deutschen Hauptquartiers, ohne dabei die bereits bestehende Baugenehmigung zu ändern und die bereits vorhandenen Materialien weitestgehend miteinzubeziehen. Es entstand eine hybride Bürowelt aus erstklassigen Räumen mit Tools, die konzentriertes Arbeiten, soziale Interaktion, kreative Auseinandersetzung, Beziehungen untereinander sowie Rückzug und persönliche Kontemplation fördern und nicht zuletzt einen hohen Identifikationswert besitzen. Als Gestaltungsgrundlage diente neben der visuellen Identität von SHOPIFY das Berliner Stadtbild. Im Erdgeschoss, das gleichzeitig der Eingangsbereich ist, befindet sich ein maßgefertigter Tresen mit blau-grünen Kacheln, die an den Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz erinnern. Herzstück auf dieser Ebene ist der “Raum zum Aufladen”, der als Erweiterung des Berliner Volksparks konzipiert wurde: ein biophiler Raum, der das menschliche Bedürfnis, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, thematisiert; grüne Wände, viele Pflanzen, organische Linien und eine Einrichtung, die an einen typischen deutschen Biergarten erinnert. Eine interne Treppe verbindet die Fläche mit dem Untergeschoss.
Dort befindet sich ein Club, der sich auf das berühmte Berliner Nachtleben bezieht und als Raum für Veranstaltungen oder zwangloses Beisammensein genutzt werden kann. Die aus Vinyl bestehenden Wände bilden eine große Projektionsfläche, die für Präsentationen und Konferenzen genutzt werden kann. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich ein „Geheimer Raum", dessen Zugang vom Flur aus nicht sichtbar ist. Der Raum enthält eine Magnetwand und ein Blackboard für temporäres Arbeiten oder Mini-Meetings sowie Gesellschaftsspiele, die das Teambuilding fördern. Außerdem steht allen Mitarbeitern ein „room of requirements” als Rückzugszelle zur Verfügung. Im 6. OG befinden sich drei „Vor Ort Räume”, die in Form von „farbigen Ecken” angelegt wurden und durch Vorhänge separiert sind. Tischinseln und Whiteboards ermöglichen konzentriertes und kommunikatives Arbeiten. Um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, wurden die Wände mit Akustikpaneele aus Filz verkleidet. Das Material der Vorhänge besteht ebenso aus einem schallabsorbierenden Filzstoff.
In engem Abstimmungsprozess mit dem Architekturbüro MVRDV entstand eine moderne, individuell gestaltete Arbeitswelt, die die speziellen Anforderungen eines post-pandemischen Büros erfüllt.

SHPFY

Projekt
Ansehen

Sensibilität
und Liebe
zum Detail

Für das global tätige E-Commerce-Unternehmen SHOPIFY aus Kanada wurde 2022 von dem Architekturbüro MVRDV das eigene Bürogebäude in Berlin-Mitte in eine post-pandemische Bürowelt umgestaltet. Als in der Pandemie 2020 das wohl größte Home-Office-Experiment der Welt deutlich werden ließ, dass für viele Menschen kein Zwang mehr besteht im Büro zu arbeiten, begann das Unternehmen, die eigenen Büroräume im Zuge einer Renovierung 2022 drastisch zu überdenken. Im Mittelpunkt sollte nun das kollektive Erlebnis stehen, fernab von klassischen Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Wir übernahmen 2022 das in Rotterdam geplante Konzept und ließen die neuen Flächen unter Berücksichtigung deutscher Normen zum Leben erwachen.
So materialisierten wir das Konzept auf drei Ebenen des insgesamt 6-stöckigen deutschen Hauptquartiers, ohne dabei die bereits bestehende Baugenehmigung zu ändern und die bereits vorhandenen Materialien weitestgehend miteinzubeziehen. Es entstand eine hybride Bürowelt aus erstklassigen Räumen mit Tools, die konzentriertes Arbeiten, soziale Interaktion, kreative Auseinandersetzung, Beziehungen untereinander sowie Rückzug und persönliche Kontemplation fördern und nicht zuletzt einen hohen Identifikationswert besitzen. Als Gestaltungsgrundlage diente neben der visuellen Identität von SHOPIFY das Berliner Stadtbild. Im Erdgeschoss, das gleichzeitig der Eingangsbereich ist, befindet sich ein maßgefertigter Tresen mit blau-grünen Kacheln, die an den Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz erinnern. Herzstück auf dieser Ebene ist der “Raum zum Aufladen”, der als Erweiterung des Berliner Volksparks konzipiert wurde: ein biophiler Raum, der das menschliche Bedürfnis, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, thematisiert; grüne Wände, viele Pflanzen, organische Linien und eine Einrichtung, die an einen typischen deutschen Biergarten erinnert. Eine interne Treppe verbindet die Fläche mit dem Untergeschoss.
Dort befindet sich ein Club, der sich auf das berühmte Berliner Nachtleben bezieht und als Raum für Veranstaltungen oder zwangloses Beisammensein genutzt werden kann. Die aus Vinyl bestehenden Wände bilden eine große Projektionsfläche, die für Präsentationen und Konferenzen genutzt werden kann. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich ein „Geheimer Raum", dessen Zugang vom Flur aus nicht sichtbar ist. Der Raum enthält eine Magnetwand und ein Blackboard für temporäres Arbeiten oder Mini-Meetings sowie Gesellschaftsspiele, die das Teambuilding fördern. Außerdem steht allen Mitarbeitern ein „room of requirements” als Rückzugszelle zur Verfügung. Im 6. OG befinden sich drei „Vor Ort Räume”, die in Form von „farbigen Ecken” angelegt wurden und durch Vorhänge separiert sind. Tischinseln und Whiteboards ermöglichen konzentriertes und kommunikatives Arbeiten. Um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, wurden die Wände mit Akustikpaneele aus Filz verkleidet. Das Material der Vorhänge besteht ebenso aus einem schallabsorbierenden Filzstoff.
In engem Abstimmungsprozess mit dem Architekturbüro MVRDV entstand eine moderne, individuell gestaltete Arbeitswelt, die die speziellen Anforderungen eines post-pandemischen Büros erfüllt.

EINE VIRTUELLE
COMMUNITY
ZUM ANFASSEN

Das neue Headquarter der beiden größten Online-Plattformen für Kleinanzeigen befindet sich auf fünf Etagen der denkmalgeschützten ehemaligen Oberpostdirektion in Charlottenburg. Das Gebäude gehört zu den Hauptwerken des Berliner Expressionismus. Die planerische Übersetzung erfolgt in Anlehnung und subtiler Interpretation des hier manifestierten Berlins der 1920er Jahre. Der Charakter der Goldenen Zwanziger mit den vorherrschenden Art Déco Elementen des Gebäudes bilden die gestalterische Grundlage aller fünf Etagen. Besondere Herausforderung dabei ist zum einen die Verschmelzung von generischen Flex-Desk-Bereichen mit spezifischen Räumlichkeiten für aktivitätsbasiertes Arbeiten und zum anderen die Schaffung einer dauerhaft interessanten und fördernden Räumlichkeit, die beiden Corporate Identities der beteiligten Unternehmen Rechnung tragen kann. Im Erdgeschoss soll die in gelb gestaltete Eingangszone den Besucher vor Eintritt ins Büro in die Zeiten des Berliner Expressionismus vor fast 100 Jahren zurückversetzen. Von hier aus gelangt man über die Treppe oder den Aufzug in die 3. bis 7. Etage. Von dort gehen alle weiteren räumlichen Nutzungen ab.
Entsprechend den Erfordernissen des zeitgemäßen Arbeitsalltags entstand auf ca. 6.500 m2 eine Bürowelt aus non-territorialen Büroflächen, die unterschiedlichste Nutzungsszenarien zulassen. Neben den flexiblen Arbeitsplätzen, die je nach Bedarf zum Arbeiten gebucht werden können, gibt es Flurboxen mit integriertem Meetingraum, einer Telefonkabine sowie einer Rückzugszone. Diese sind mit technischen Installationen wie Beleuchtungs- und Medientechnik ausgestattet. Diese sollen der digitalen und internationalen Kommunikation der Mitarbeiter dienen, die fester Bestandteil im Arbeitsalltag der Unternehmen ist. Die zeitgenössischen Glastrennwände im Industriestil machen die fast 100-jährige Tradition der Oberpostdirektion sichtbar. In den Teeküchen wurde die Tradition fortgeführt: die charakteristischen Wandfliesen interpretieren das Fassadenmaterial des historischen Hauses.
Das 7. OG, das ehemals als Lager des Hauses genutzt wurde, wird im Industriestil fortgeführt. Die neuen Bauteile nehmen Abstand zum Bestand, sodass Alt und Neu klar erkennbar und voneinander unterscheidbar sind. Rundum und bis zu einer Höhe von 3m wurden die rechteckigen Phone Booths und Think Tanks von einer weißen Wandkonstruktion umhüllt. So entstanden neue Räumlichkeiten, die den Charakter eines Großraumbüros auflösen, eine entspannende Atmosphäre schaffen und Raum für konzentrierten Rückzug bereithalten. Die Wände und Decken erhielten eine schallabsorbierende und ökologisch abbaubare Verkleidung. Die in der sechsten Etage angrenzende, großzügige Dachterrasse, die einen einzigartigen Blick auf die umliegende Stadtlandschaft und in den angrenzenden Lietzenseepark bietet und für Community Events einlädt, wird für alle Besucher zugänglich gemacht. Die flexiblen Arbeitsplätze wurden auf allen Etagen entlang der Süd- und Nordfassaden mit direktem Tageslicht angesiedelt, wohingegen die Phone Booths und Think Tanks überwiegend im Inneren des Raumes verortet wurden.
Die sonst nur online erlebbaren Unternehmen erhalten für ihre zukunftsfähigen Arbeitsräume eine Identität aus Alt und Neu. Das Look & Feel für die spezifisch gestalteten Bereiche bietet die Möglichkeit, das virtuelle Produkt des Handelns und des Austausches nach innen und nach außen repräsentieren zu können sowie haptisch erfahrbar zu machen. Es entstand im engen Abstimmungsprozess mit mobile.de und Kleinanzeigen.de eine zeitgemäße und individuell gestaltete Arbeitswelt, die den spezifischen Anforderungen einer virtuellen Community in einem LEED-zertifizierten, denkmalgeschützten Gebäude gerecht wird.

D.50

Projekt
Ansehen

EINE VIRTUELLE
COMMUNITY
ZUM ANFASSEN

Das neue Headquarter der beiden größten Online-Plattformen für Kleinanzeigen befindet sich auf fünf Etagen der denkmalgeschützten ehemaligen Oberpostdirektion in Charlottenburg. Das Gebäude gehört zu den Hauptwerken des Berliner Expressionismus. Die planerische Übersetzung erfolgt in Anlehnung und subtiler Interpretation des hier manifestierten Berlins der 1920er Jahre. Der Charakter der Goldenen Zwanziger mit den vorherrschenden Art Déco Elementen des Gebäudes bilden die gestalterische Grundlage aller fünf Etagen. Besondere Herausforderung dabei ist zum einen die Verschmelzung von generischen Flex-Desk-Bereichen mit spezifischen Räumlichkeiten für aktivitätsbasiertes Arbeiten und zum anderen die Schaffung einer dauerhaft interessanten und fördernden Räumlichkeit, die beiden Corporate Identities der beteiligten Unternehmen Rechnung tragen kann. Im Erdgeschoss soll die in gelb gestaltete Eingangszone den Besucher vor Eintritt ins Büro in die Zeiten des Berliner Expressionismus vor fast 100 Jahren zurückversetzen. Von hier aus gelangt man über die Treppe oder den Aufzug in die 3. bis 7. Etage. Von dort gehen alle weiteren räumlichen Nutzungen ab.
Entsprechend den Erfordernissen des zeitgemäßen Arbeitsalltags entstand auf ca. 6.500 m2 eine Bürowelt aus non-territorialen Büroflächen, die unterschiedlichste Nutzungsszenarien zulassen. Neben den flexiblen Arbeitsplätzen, die je nach Bedarf zum Arbeiten gebucht werden können, gibt es Flurboxen mit integriertem Meetingraum, einer Telefonkabine sowie einer Rückzugszone. Diese sind mit technischen Installationen wie Beleuchtungs- und Medientechnik ausgestattet. Diese sollen der digitalen und internationalen Kommunikation der Mitarbeiter dienen, die fester Bestandteil im Arbeitsalltag der Unternehmen ist. Die zeitgenössischen Glastrennwände im Industriestil machen die fast 100-jährige Tradition der Oberpostdirektion sichtbar. In den Teeküchen wurde die Tradition fortgeführt: die charakteristischen Wandfliesen interpretieren das Fassadenmaterial des historischen Hauses.
Das 7. OG, das ehemals als Lager des Hauses genutzt wurde, wird im Industriestil fortgeführt. Die neuen Bauteile nehmen Abstand zum Bestand, sodass Alt und Neu klar erkennbar und voneinander unterscheidbar sind. Rundum und bis zu einer Höhe von 3m wurden die rechteckigen Phone Booths und Think Tanks von einer weißen Wandkonstruktion umhüllt. So entstanden neue Räumlichkeiten, die den Charakter eines Großraumbüros auflösen, eine entspannende Atmosphäre schaffen und Raum für konzentrierten Rückzug bereithalten. Die Wände und Decken erhielten eine schallabsorbierende und ökologisch abbaubare Verkleidung. Die in der sechsten Etage angrenzende, großzügige Dachterrasse, die einen einzigartigen Blick auf die umliegende Stadtlandschaft und in den angrenzenden Lietzenseepark bietet und für Community Events einlädt, wird für alle Besucher zugänglich gemacht. Die flexiblen Arbeitsplätze wurden auf allen Etagen entlang der Süd- und Nordfassaden mit direktem Tageslicht angesiedelt, wohingegen die Phone Booths und Think Tanks überwiegend im Inneren des Raumes verortet wurden.
Die sonst nur online erlebbaren Unternehmen erhalten für ihre zukunftsfähigen Arbeitsräume eine Identität aus Alt und Neu. Das Look & Feel für die spezifisch gestalteten Bereiche bietet die Möglichkeit, das virtuelle Produkt des Handelns und des Austausches nach innen und nach außen repräsentieren zu können sowie haptisch erfahrbar zu machen. Es entstand im engen Abstimmungsprozess mit mobile.de und Kleinanzeigen.de eine zeitgemäße und individuell gestaltete Arbeitswelt, die den spezifischen Anforderungen einer virtuellen Community in einem LEED-zertifizierten, denkmalgeschützten Gebäude gerecht wird.

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ZU NEUEN
UFERN

Ein industrielles Denkmal am Tempelhofer Ufer 1 soll um einen Neubau erweitert und neu genutzt werden: Die Alte Post in Kreuzberg, ein signifikantes Bauwerk in markgräflicher Backsteingotik, erbaut 1901 als Hauptpostamt des Bezirkes. Das 2.350 m2 große Bürogebäude, das das denkmalgeschützte Gebäude erweitert, wird moderne Büroräume beherbergen. Architektonisch stellt sich die Grundfrage, wie viel Modernität ein Denkmal aushält. In Anlehnung an das fünfgeschossige Bestandsgebäude mit rotem Klinkermauerwerk erfährt der viergeschossige Neubau ein differenziertes und architektonisch beeindruckendes Design, das seine eigene Identität in Bezug auf das bestehende Gebäude behauptet und neue Nutzungen und Arbeitsweisen im Herzen eines im Wandel begriffenen Stadtteils repräsentiert.
Wir entschieden uns für eine Glasfassade, die im Kontrast zum historischen Viertel steht und aus energetischer und ökologischer Sicht so gestaltet ist, dass sie Konzepte für Wärmeschutz, Tageslicht, Sonnenschutz und natürliche Belüftung erfüllt. Besonderes Highlight sind die Außenbereiche, die zum einen in Form von Loggias und Balkonen mit Südausrichtung im 1. und 2. Obergeschoss und zum anderen durch Staffelgeschosse mit Nord- und Südausrichtung erreicht werden. Die Obergeschosse, die gegenüber der darunter liegenden Ebene nach hinten versetzt werden, sind konstruktiv als reiner Holzbau ausgeführt und schaffen eine zusätzliche Nutzfläche von ca. 400 m2. Herzstück sind die großzügigen und begrünten Dachterrassen, die einen Blick über die Stadt erlauben.
Adaptive Wiederverwendung; aus Respekt vor dem architektonischen Erbe. In der südlichen Ecke des Geländes befindet sich das denkmalgeschützte Trafohäuschen, ein Überbleibsel des industriellen Denkmals. Als geschütztes Wahrzeichen der Vergangenheit Berlins wurde seine Fassade erhalten und zusammen mit dem Dachvorsprung in das neue Gebäude integriert. Der gesamte Gebäudekomplex wird um einen weiteren öffentlichen Haupteingang vom Mehringdamm erweitert. Entstehen soll eine urbane Oase, die es den Nutzern ermöglicht, sich um einen zentralen Knotenpunkt herum zu versammeln und zu kommunizieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Die Planung basiert auf minimalen Eingriffen am Denkmalschutz. Einige begrenzte Verbesserungen tragen dazu bei, den Wärmeverlust im Winter zu verringern, den Wärmeeintrag im Sommer zu minimieren, das Tageslicht zu maximieren und die natürliche Belüftung sowie den Sonnenschutz zu verbessern. Mit dem Projekt verpflichten wir uns für einen nachhaltigen Entwicklungsansatz, um für das neue Gebäude ein BREEAM Excellent zu erhalten, während für das bestehende Gebäude eine BREEAM im Bestand Zertifizierung angestrebt wird. Unsere Planung zielt darauf ab, ein modernes Geschäftshaus im Kreuzberger Bezirk von morgen zu integrieren, das Antwort auf die neuen Anforderungen an eine engere Verknüpfung von Arbeit und Freizeit, die Wiederbelebung der Stadtviertel und die wachsende Rolle der Nachhaltigkeit gibt.

TU1

Ein Labor
aus
Holz

Das einst für das global tätige US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM wurde beabsichtigt, das 1985 als Berliner Hauptquartier errichtete Gebäude in Berlin-Marienfelde, sollte umgestalten und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Grundlegend für das vorliegende Planungskonzept war die Idee, einen Betreiber von Flächen mit Mischnutzungen aus Labor- und Büroflächen anzusiedeln. Dabei wurde das für Laborflächen untypische Ziel verfolgt, Büro- und Labornutzungen klar voneinander zu trennen, sodass die Büronutzungen im Bestandsbaukörper unterkommen und die Laborflächen im Neubaukörper.
Der Neubaukörper hat die Form eines umgekehrten T mit Treppen- und Aufzugskernverbindungen zu allen drei Stockwerken des bestehenden Gebäudes. Daraus resultiert ein neu geschaffener Innenhof, der an den Westflügel des bestehenden Gebäudes angrenzt. Um die Kompatibilität mit den beiden künftigen Projekten zu garantieren, entschieden wir uns für eine schlichte Kubatur. Eine Fläche von 5.500 m² verteilt sich um ein großes, offenes Atrium herum, das sich über die gesamte Höhe des Innenraums erstreckt. Dieser zentrale Hohlraum beherbergt eine Wendeltreppe, die die Verbindungen zwischen den Etagen herstellt und gleichzeitig eine Verbindung um einen Anker für alle Mitarbeiter darstellt. Die Treppe ist als skulpturales, gewundenes Band aus Holz gestaltet, das durch den Raum nach oben führt. Ein diskreter Zugang zum neuen Innenhof und der Gartenlandschaft ist ebenfalls direkt vom zentralen Foyer zugänglich und bildet eine Art Mini-Auditorium als kommunikatives Zentrum des Campus. Zwei weitere Indoor-Atrien, jeweils im Ost- und Westflügel des Gebäudes sorgen für ausreichend frische Luft, Tageslicht und Ausblick nach draußen.
Bei der Konstruktion des Neubaus planten wir nahezu gänzlich mit Holz. Wir entschieden uns für eine flexible und moderne Holzmodulbauweise, deren Vorteil in einer schnellen und effektiven Umsetzung liegt. Die elementaren Raummodule werden zum Bauwerk gestapelt. Die Farbigkeit des Gebäudes wird bestimmt durch die beiden wesentlichen Materialien: eine Mischung aus vorgefertigten Leimholz- und CLT-Elementen (Cross Laminated Timber). Entsprechend den Erfordernissen und haustechnischen Anforderungen für Labore wurden zentrale und dezentrale Schächte vorgesehen, wobei sich die Dachdurchdringungen direkt über den Schächten befinden. Die notwendigen Lüftungs- und Klimaanlagen sind oberhalb der Flurzonen auf dem Dach angeordnet. Potenziell gefährliche Gase werden mit Abgas- und Schornsteinrohren entlüftet, die zunächst horizontal hinter einer abgeschirmten Brüstung und dann vertikal auf der Rückseite der Treppen- und Aufzugskerne verlaufen, um die natürliche Belüftung der Büroräume im bestehenden Gebäude nicht zu beeinträchtigen. An den Fassaden der Hauptbesprechungsräume, die sich über dem Eingang des Neubaus befinden, sind isolierte Schiebeverglasungen vorgesehen, die eine natürliche Belüftung ermöglichen und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre unmittelbare Umgebung zu kontrollieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Das Projekt wirkt sich besonders positiv auf die CO2-Bilanz aus, ist gesundheitsfördernd und trägt zu einer gesunden Umwelt bei, in der man leben und arbeiten kann. Mit dem Neubau eines Labors und der Umnutzung zu Büroflächen im Bestand, erreichten wir eine multifunktionale Flächennutzung eines bis dato als Single-Tenant genutzten Gebäudes.

ND12

EIN AMPHITHEATER
NEU
GEDACHT

Wir entwickelten einen neuen Ansatz für einen kulturellen Veranstaltungsort, indem wir die architektonische Morphologie mit der Natur auf eine Art und Weise integriert haben, die die Modernität umfasst und gleichzeitig die anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes erfüllt, einschließlich aller Wünsche der Beteiligten. Der Sportkomplex Olimpijski in Moskau nutzt die Fundamente des bereits bestehenden Gebäudes und bietet mit einem offenen Grundriss von 32x24 Metern und einem zusätzlichen Veranstaltungsraum Platz für gesellschaftliche Veranstaltungen, Hochzeiten und Rockkonzerte. Der interessanteste Aspekt der Aufgabenstellung bestand darin, dass wir im Wesentlichen gebeten wurden, einen neuen Theatertyp zu entwerfen. Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen konzentriert: Zeitlose Schönheit, Flexibilität und Komfort.
Inspiriert von den organischen und natürlichen Mustern der Natur, weisen die gesamten architektonischen Oberflächen eine sechseckige und kristalline Geometrie auf, die zufällig auf dem "Goldenen Schnitt" basiert und den 30 m breiten zentralen Oculus umgibt. Gleichzeitig sollte die Inneneinrichtung funktional und für eine komfortable Bedienung sowie einen schnellen Austausch einzelner, ausgefallener Dekorationselemente ausgelegt sein. Das Theaterdesign kann als raffiniert und elegant in Aussehen und Atmosphäre beschrieben werden.
Das technische Design ist auf eine maximale Flexibilität ausgelegt, so dass die Konfiguration und folglich auch die Funktionen geändert werden können, um sich an die wechselnden Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen. Eines der wesentlichen Elemente ist dabei der C-Wert, der Flexibilität und eine außergewöhnlich gute Sicht für alle Sitzplätze ermöglicht. Ein weiteres wesentliches Designelement sind die doppelten Hexagon-Balkone an den Flanken, die als bewegliche Wände konzipiert wurden, um allen variablen Leistungseinstellungen gerecht zu werden.
Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen und mehrere technische Ausführbarkeiten konzentriert. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lösung alle oben genannten Punkte erfüllt und gleichzeitig den anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes gerecht wird.

OLM

Bildungs- und
Besucherzentrum: 
Design Entwicklung

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelten wir ein neues Konzept für einen Landschaftsgarten mit einem integrierten Bildungs- und Besucherzentrum. Das zukünftige Bildungs- und Besucherzentrum befindet sich im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Reich an natürlichen und kulturellen Ressourcen zählt der Park zum UNESCO Kulturerbe und ist einer der größten und bedeutendsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas. Die Seen bilden das lokale Landschaftssystem. Innerhalb dieser einzigartigen geografischen Gegebenheiten bezieht das Ausstellungsgebäude die vorhandene ökologische Ästhetik in ihre Gestaltung und Funktion ein.
Das Ausstellungsgebäude ist als versenkter Baukörper konzipiert und versteckt sich unterhalb des fortgeführten Landschaftsgartens. Die Fassade des Neubaus soll zum Schutz vor extremen Überschwemmungen durch die benachbarte Neiße in Stampfbeton mit Holz und Zuschlagstoffen ausgeführt werden. Der WU-Baukörper, der die beiden Untergeschosse innen und außen umschließt, wird auf das Niveau des ersten Obergeschosses des Kavalierhauses angehoben. Wo dies aus gestalterischen oder technischen Gründen (Fluchtwege) nicht möglich ist, sind mobile Barrieren vorgesehen, die im Hochwasserfall in dafür vorgesehenen Ankern eingesetzt werden.
Das Erschließungsgebäude ist als offenes Gebäude konzipiert, das vor Niederschlag schützt, aber keine Verglasung oder sonstige thermische Hülle oberhalb der Geländeoberkante aufweist und somit der Forderung keine reflektierenden Flächen zu schaffen Folge leistet. Das großes Glasfenster, das sich zur Natur hin öffnet, dient als botanische Kulisse, um eine räumliche Durchlässigkeit zwischen der Außenlandschaft und dem Innenraum zu schaffen. Die Heizenergie des Gebäudes stammt aus geothermischen Quellen, etwa über Bohrungen und einer Wärmepumpe. Der notwendige Strom wird von einer PV-Anlage auf dem Südschrägdach des Kavalierhauses sowie von Pergoglas auf der Dachterrasse des Neubaus erzeugt.
In der Ausstellung werden wichtige geologische Prozesse veranschaulicht, die Rohstoffgewinnung und die Folgen der Veränderungen in der Landschaft. Darüber hinaus soll der neue Ort die Besucher für die einmaligen landschaftlichen und geologischen Reize des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen sensibilisieren und zu weiteren Entdeckungen rund um Bad Muskau anregen.

BMSK

Sensibilität
und Liebe
zum Detail

Für das global tätige E-Commerce-Unternehmen SHOPIFY aus Kanada wurde 2022 von dem Architekturbüro MVRDV das eigene Bürogebäude in Berlin-Mitte in eine post-pandemische Bürowelt umgestaltet. Als in der Pandemie 2020 das wohl größte Home-Office-Experiment der Welt deutlich werden ließ, dass für viele Menschen kein Zwang mehr besteht im Büro zu arbeiten, begann das Unternehmen, die eigenen Büroräume im Zuge einer Renovierung 2022 drastisch zu überdenken. Im Mittelpunkt sollte nun das kollektive Erlebnis stehen, fernab von klassischen Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Wir übernahmen 2022 das in Rotterdam geplante Konzept und ließen die neuen Flächen unter Berücksichtigung deutscher Normen zum Leben erwachen.
So materialisierten wir das Konzept auf drei Ebenen des insgesamt 6-stöckigen deutschen Hauptquartiers, ohne dabei die bereits bestehende Baugenehmigung zu ändern und die bereits vorhandenen Materialien weitestgehend miteinzubeziehen. Es entstand eine hybride Bürowelt aus erstklassigen Räumen mit Tools, die konzentriertes Arbeiten, soziale Interaktion, kreative Auseinandersetzung, Beziehungen untereinander sowie Rückzug und persönliche Kontemplation fördern und nicht zuletzt einen hohen Identifikationswert besitzen. Als Gestaltungsgrundlage diente neben der visuellen Identität von SHOPIFY das Berliner Stadtbild. Im Erdgeschoss, das gleichzeitig der Eingangsbereich ist, befindet sich ein maßgefertigter Tresen mit blau-grünen Kacheln, die an den Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz erinnern. Herzstück auf dieser Ebene ist der “Raum zum Aufladen”, der als Erweiterung des Berliner Volksparks konzipiert wurde: ein biophiler Raum, der das menschliche Bedürfnis, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, thematisiert; grüne Wände, viele Pflanzen, organische Linien und eine Einrichtung, die an einen typischen deutschen Biergarten erinnert. Eine interne Treppe verbindet die Fläche mit dem Untergeschoss.
Dort befindet sich ein Club, der sich auf das berühmte Berliner Nachtleben bezieht und als Raum für Veranstaltungen oder zwangloses Beisammensein genutzt werden kann. Die aus Vinyl bestehenden Wände bilden eine große Projektionsfläche, die für Präsentationen und Konferenzen genutzt werden kann. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich ein „Geheimer Raum", dessen Zugang vom Flur aus nicht sichtbar ist. Der Raum enthält eine Magnetwand und ein Blackboard für temporäres Arbeiten oder Mini-Meetings sowie Gesellschaftsspiele, die das Teambuilding fördern. Außerdem steht allen Mitarbeitern ein „room of requirements” als Rückzugszelle zur Verfügung. Im 6. OG befinden sich drei „Vor Ort Räume”, die in Form von „farbigen Ecken” angelegt wurden und durch Vorhänge separiert sind. Tischinseln und Whiteboards ermöglichen konzentriertes und kommunikatives Arbeiten. Um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, wurden die Wände mit Akustikpaneele aus Filz verkleidet. Das Material der Vorhänge besteht ebenso aus einem schallabsorbierenden Filzstoff.
In engem Abstimmungsprozess mit dem Architekturbüro MVRDV entstand eine moderne, individuell gestaltete Arbeitswelt, die die speziellen Anforderungen eines post-pandemischen Büros erfüllt.

SHPFY

EINE VIRTUELLE
COMMUNITY
ZUM ANFASSEN

Das neue Headquarter der beiden größten Online-Plattformen für Kleinanzeigen befindet sich auf fünf Etagen der denkmalgeschützten ehemaligen Oberpostdirektion in Charlottenburg. Das Gebäude gehört zu den Hauptwerken des Berliner Expressionismus. Die planerische Übersetzung erfolgt in Anlehnung und subtiler Interpretation des hier manifestierten Berlins der 1920er Jahre. Der Charakter der Goldenen Zwanziger mit den vorherrschenden Art Déco Elementen des Gebäudes bilden die gestalterische Grundlage aller fünf Etagen. Besondere Herausforderung dabei ist zum einen die Verschmelzung von generischen Flex-Desk-Bereichen mit spezifischen Räumlichkeiten für aktivitätsbasiertes Arbeiten und zum anderen die Schaffung einer dauerhaft interessanten und fördernden Räumlichkeit, die beiden Corporate Identities der beteiligten Unternehmen Rechnung tragen kann. Im Erdgeschoss soll die in gelb gestaltete Eingangszone den Besucher vor Eintritt ins Büro in die Zeiten des Berliner Expressionismus vor fast 100 Jahren zurückversetzen. Von hier aus gelangt man über die Treppe oder den Aufzug in die 3. bis 7. Etage. Von dort gehen alle weiteren räumlichen Nutzungen ab.
Entsprechend den Erfordernissen des zeitgemäßen Arbeitsalltags entstand auf ca. 6.500 m2 eine Bürowelt aus non-territorialen Büroflächen, die unterschiedlichste Nutzungsszenarien zulassen. Neben den flexiblen Arbeitsplätzen, die je nach Bedarf zum Arbeiten gebucht werden können, gibt es Flurboxen mit integriertem Meetingraum, einer Telefonkabine sowie einer Rückzugszone. Diese sind mit technischen Installationen wie Beleuchtungs- und Medientechnik ausgestattet. Diese sollen der digitalen und internationalen Kommunikation der Mitarbeiter dienen, die fester Bestandteil im Arbeitsalltag der Unternehmen ist. Die zeitgenössischen Glastrennwände im Industriestil machen die fast 100-jährige Tradition der Oberpostdirektion sichtbar. In den Teeküchen wurde die Tradition fortgeführt: die charakteristischen Wandfliesen interpretieren das Fassadenmaterial des historischen Hauses.
Das 7. OG, das ehemals als Lager des Hauses genutzt wurde, wird im Industriestil fortgeführt. Die neuen Bauteile nehmen Abstand zum Bestand, sodass Alt und Neu klar erkennbar und voneinander unterscheidbar sind. Rundum und bis zu einer Höhe von 3m wurden die rechteckigen Phone Booths und Think Tanks von einer weißen Wandkonstruktion umhüllt. So entstanden neue Räumlichkeiten, die den Charakter eines Großraumbüros auflösen, eine entspannende Atmosphäre schaffen und Raum für konzentrierten Rückzug bereithalten. Die Wände und Decken erhielten eine schallabsorbierende und ökologisch abbaubare Verkleidung. Die in der sechsten Etage angrenzende, großzügige Dachterrasse, die einen einzigartigen Blick auf die umliegende Stadtlandschaft und in den angrenzenden Lietzenseepark bietet und für Community Events einlädt, wird für alle Besucher zugänglich gemacht. Die flexiblen Arbeitsplätze wurden auf allen Etagen entlang der Süd- und Nordfassaden mit direktem Tageslicht angesiedelt, wohingegen die Phone Booths und Think Tanks überwiegend im Inneren des Raumes verortet wurden.
Die sonst nur online erlebbaren Unternehmen erhalten für ihre zukunftsfähigen Arbeitsräume eine Identität aus Alt und Neu. Das Look & Feel für die spezifisch gestalteten Bereiche bietet die Möglichkeit, das virtuelle Produkt des Handelns und des Austausches nach innen und nach außen repräsentieren zu können sowie haptisch erfahrbar zu machen. Es entstand im engen Abstimmungsprozess mit mobile.de und Kleinanzeigen.de eine zeitgemäße und individuell gestaltete Arbeitswelt, die den spezifischen Anforderungen einer virtuellen Community in einem LEED-zertifizierten, denkmalgeschützten Gebäude gerecht wird.

D.50

Haus trifft
Boot trifft
Haus

Für die Umnutzung eines ehemaligen Lastenkahns führten wir eine Konzeptstudie für ein Hausboot durch und erzielten damit die Erschließung einer ungenutzten Fläche zu neuem Wohnraum.
Dabei nutzten wir die 33 Meter Länge des Bootes optimal für gehobenen Wohnraum aus. Ein durchlaufendes Wohngeschoss reiht Wohnen, Essen, Kochen und Schlafen elegant aneinander. Die Lounge Area mit Blick auf das Wasser lässt den Wohnraum mit dem Volumen des Schiffbauchs verschmelzen.
In einem der zwei Bäder steht ein besonderes Highlight: Die tiefliegende Badewanne, die einem das Gefühl gibt, in der Havel selbst zu baden. An Bug und Heck führt je eine Wendeltreppe auf die einladende Sonnenterrasse.
Die Studie repräsentiert ein suburbanes Leben auf kleinem Raum, wobei moderne Technik und Architektur im Vordergrund stehen.

HAH

Eigenbrötler Kiez
trifft globale
Gesellschaft

Architektur soll stets einen Bezug zwischen Zeit und Standort herstellen. Mit der Erweiterung der Lichtfabrik, einem alt-berliner Gewerbehof in Kreuzberg, stellten wir uns genau dieser Herausforderung. Gemeinsam mit Bollinger + Fehlig Architekten realisierten wir ein facettenreiches Geschäftshaus in Berlin-Kreuzberg, welches in der Lage ist, einen architektonischen Diskurs zu vermitteln. Die Lichtfabrik sollte der multikulturellen Umgebung Respekt zollen, diese jedoch weiterdenken und zeitgemäß ergänzen. Zwischen Denkmal- und Milieuschutz, zwischen lokalem Kiez und globaler Gesellschaft, zwischen digitaler Planung und analoger Umsetzung pflegt sich dieser dialektische Neubau in die Kottbusser Straße ein.
Die Fassade verbindet die Auswahl der Materialien und Formen mit den städtebaulichen Bestimmungen. Dabei orientierten wir uns formal an den Fassadenformaten der Umgebung. Gestalterisch gingen wir einige Schritte weiter. Die großräumigen und zeitgemäßen Open-Space-Flächen wurden ummantelt von einer dreidimensionalen Fassade.
Dem Beton-Rohbau wurde eine feingliedrige Fertigteil-Fassade vorgehängt. Neuentwickelte Formteile aus Glasfaserbeton, flexibel formbar und leicht, verleihen dem äußeren Gewand der Lichtfabrik einen textilen Charakter. Die darin eingelassenen Fenster mit südwestlicher Ausrichtung verdrehten wir jeweils um wenige Prozente, um optimalen Lichteinfluss zu gewähren. Aus dieser Faltenwurf-Modellierung entstand ein Prisma, das seine Form abhängig von den Lichteinflüssen optisch verändert und so ein modernes architektonisches Vokabular in ein neu entstehendes Bürohaus verwandelt und gleichzeitig lokale Erinnerungen neu organisiert. Die Fassade der Lichtfabrik besteht aus 143 Stück Einzelanfertigungen.
Alle drei Fachdisziplinen haben das Gebäude gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) geplant. Das Projekt repräsentiert unsere Interpretation einer typischen, gründerzeitlichen Industriefassade. Metaphorisch gesehen spiegelt das neue Gebäude die Bestrebungen eines modernen Hauses wider, das zwischen dem Lokalen und dem Globalen, dem Privaten und dem Öffentlichen, dem Kollektiven und dem Individuellen, dem Formellen und dem Informellen vermittelt und so seine dynamische Identität begründet. Mit der Nachverdichtung in Form von Büroflächen, erreichten wir eine optimale Flächennutzung von einem der letzten freien Grundstücke in Berlin-Kreuzberg.

KOT.11

AUF
ZU NEUEN
UFERN

Ein industrielles Denkmal am Tempelhofer Ufer 1 soll um einen Neubau erweitert und neu genutzt werden: Die Alte Post in Kreuzberg, ein signifikantes Bauwerk in markgräflicher Backsteingotik, erbaut 1901 als Hauptpostamt des Bezirkes. Das 2.350 m2 große Bürogebäude, das das denkmalgeschützte Gebäude erweitert, wird moderne Büroräume beherbergen. Architektonisch stellt sich die Grundfrage, wie viel Modernität ein Denkmal aushält. In Anlehnung an das fünfgeschossige Bestandsgebäude mit rotem Klinkermauerwerk erfährt der viergeschossige Neubau ein differenziertes und architektonisch beeindruckendes Design, das seine eigene Identität in Bezug auf das bestehende Gebäude behauptet und neue Nutzungen und Arbeitsweisen im Herzen eines im Wandel begriffenen Stadtteils repräsentiert.
Wir entschieden uns für eine Glasfassade, die im Kontrast zum historischen Viertel steht und aus energetischer und ökologischer Sicht so gestaltet ist, dass sie Konzepte für Wärmeschutz, Tageslicht, Sonnenschutz und natürliche Belüftung erfüllt. Besonderes Highlight sind die Außenbereiche, die zum einen in Form von Loggias und Balkonen mit Südausrichtung im 1. und 2. Obergeschoss und zum anderen durch Staffelgeschosse mit Nord- und Südausrichtung erreicht werden. Die Obergeschosse, die gegenüber der darunter liegenden Ebene nach hinten versetzt werden, sind konstruktiv als reiner Holzbau ausgeführt und schaffen eine zusätzliche Nutzfläche von ca. 400 m2. Herzstück sind die großzügigen und begrünten Dachterrassen, die einen Blick über die Stadt erlauben.
Adaptive Wiederverwendung; aus Respekt vor dem architektonischen Erbe. In der südlichen Ecke des Geländes befindet sich das denkmalgeschützte Trafohäuschen, ein Überbleibsel des industriellen Denkmals. Als geschütztes Wahrzeichen der Vergangenheit Berlins wurde seine Fassade erhalten und zusammen mit dem Dachvorsprung in das neue Gebäude integriert. Der gesamte Gebäudekomplex wird um einen weiteren öffentlichen Haupteingang vom Mehringdamm erweitert. Entstehen soll eine urbane Oase, die es den Nutzern ermöglicht, sich um einen zentralen Knotenpunkt herum zu versammeln und zu kommunizieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Die Planung basiert auf minimalen Eingriffen am Denkmalschutz. Einige begrenzte Verbesserungen tragen dazu bei, den Wärmeverlust im Winter zu verringern, den Wärmeeintrag im Sommer zu minimieren, das Tageslicht zu maximieren und die natürliche Belüftung sowie den Sonnenschutz zu verbessern. Mit dem Projekt verpflichten wir uns für einen nachhaltigen Entwicklungsansatz, um für das neue Gebäude ein BREEAM Excellent zu erhalten, während für das bestehende Gebäude eine BREEAM im Bestand Zertifizierung angestrebt wird. Unsere Planung zielt darauf ab, ein modernes Geschäftshaus im Kreuzberger Bezirk von morgen zu integrieren, das Antwort auf die neuen Anforderungen an eine engere Verknüpfung von Arbeit und Freizeit, die Wiederbelebung der Stadtviertel und die wachsende Rolle der Nachhaltigkeit gibt.

TU1

Ein Labor
aus
Holz

Das einst für das global tätige US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM wurde beabsichtigt, das 1985 als Berliner Hauptquartier errichtete Gebäude in Berlin-Marienfelde, sollte umgestalten und die Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Grundlegend für das vorliegende Planungskonzept war die Idee, einen Betreiber von Flächen mit Mischnutzungen aus Labor- und Büroflächen anzusiedeln. Dabei wurde das für Laborflächen untypische Ziel verfolgt, Büro- und Labornutzungen klar voneinander zu trennen, sodass die Büronutzungen im Bestandsbaukörper unterkommen und die Laborflächen im Neubaukörper.
Der Neubaukörper hat die Form eines umgekehrten T mit Treppen- und Aufzugskernverbindungen zu allen drei Stockwerken des bestehenden Gebäudes. Daraus resultiert ein neu geschaffener Innenhof, der an den Westflügel des bestehenden Gebäudes angrenzt. Um die Kompatibilität mit den beiden künftigen Projekten zu garantieren, entschieden wir uns für eine schlichte Kubatur. Eine Fläche von 5.500 m² verteilt sich um ein großes, offenes Atrium herum, das sich über die gesamte Höhe des Innenraums erstreckt. Dieser zentrale Hohlraum beherbergt eine Wendeltreppe, die die Verbindungen zwischen den Etagen herstellt und gleichzeitig eine Verbindung um einen Anker für alle Mitarbeiter darstellt. Die Treppe ist als skulpturales, gewundenes Band aus Holz gestaltet, das durch den Raum nach oben führt. Ein diskreter Zugang zum neuen Innenhof und der Gartenlandschaft ist ebenfalls direkt vom zentralen Foyer zugänglich und bildet eine Art Mini-Auditorium als kommunikatives Zentrum des Campus. Zwei weitere Indoor-Atrien, jeweils im Ost- und Westflügel des Gebäudes sorgen für ausreichend frische Luft, Tageslicht und Ausblick nach draußen.
Bei der Konstruktion des Neubaus planten wir nahezu gänzlich mit Holz. Wir entschieden uns für eine flexible und moderne Holzmodulbauweise, deren Vorteil in einer schnellen und effektiven Umsetzung liegt. Die elementaren Raummodule werden zum Bauwerk gestapelt. Die Farbigkeit des Gebäudes wird bestimmt durch die beiden wesentlichen Materialien: eine Mischung aus vorgefertigten Leimholz- und CLT-Elementen (Cross Laminated Timber). Entsprechend den Erfordernissen und haustechnischen Anforderungen für Labore wurden zentrale und dezentrale Schächte vorgesehen, wobei sich die Dachdurchdringungen direkt über den Schächten befinden. Die notwendigen Lüftungs- und Klimaanlagen sind oberhalb der Flurzonen auf dem Dach angeordnet. Potenziell gefährliche Gase werden mit Abgas- und Schornsteinrohren entlüftet, die zunächst horizontal hinter einer abgeschirmten Brüstung und dann vertikal auf der Rückseite der Treppen- und Aufzugskerne verlaufen, um die natürliche Belüftung der Büroräume im bestehenden Gebäude nicht zu beeinträchtigen. An den Fassaden der Hauptbesprechungsräume, die sich über dem Eingang des Neubaus befinden, sind isolierte Schiebeverglasungen vorgesehen, die eine natürliche Belüftung ermöglichen und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre unmittelbare Umgebung zu kontrollieren.
Das Gebäude wurde gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) entworfen und geplant. Das Projekt wirkt sich besonders positiv auf die CO2-Bilanz aus, ist gesundheitsfördernd und trägt zu einer gesunden Umwelt bei, in der man leben und arbeiten kann. Mit dem Neubau eines Labors und der Umnutzung zu Büroflächen im Bestand, erreichten wir eine multifunktionale Flächennutzung eines bis dato als Single-Tenant genutzten Gebäudes.

ND12

EIN AMPHITHEATER
NEU
GEDACHT

Wir entwickelten einen neuen Ansatz für einen kulturellen Veranstaltungsort, indem wir die architektonische Morphologie mit der Natur auf eine Art und Weise integriert haben, die die Modernität umfasst und gleichzeitig die anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes erfüllt, einschließlich aller Wünsche der Beteiligten. Der Sportkomplex Olimpijski in Moskau nutzt die Fundamente des bereits bestehenden Gebäudes und bietet mit einem offenen Grundriss von 32x24 Metern und einem zusätzlichen Veranstaltungsraum Platz für gesellschaftliche Veranstaltungen, Hochzeiten und Rockkonzerte. Der interessanteste Aspekt der Aufgabenstellung bestand darin, dass wir im Wesentlichen gebeten wurden, einen neuen Theatertyp zu entwerfen. Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen konzentriert: Zeitlose Schönheit, Flexibilität und Komfort.
Inspiriert von den organischen und natürlichen Mustern der Natur, weisen die gesamten architektonischen Oberflächen eine sechseckige und kristalline Geometrie auf, die zufällig auf dem "Goldenen Schnitt" basiert und den 30 m breiten zentralen Oculus umgibt. Gleichzeitig sollte die Inneneinrichtung funktional und für eine komfortable Bedienung sowie einen schnellen Austausch einzelner, ausgefallener Dekorationselemente ausgelegt sein. Das Theaterdesign kann als raffiniert und elegant in Aussehen und Atmosphäre beschrieben werden.
Das technische Design ist auf eine maximale Flexibilität ausgelegt, so dass die Konfiguration und folglich auch die Funktionen geändert werden können, um sich an die wechselnden Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen. Eines der wesentlichen Elemente ist dabei der C-Wert, der Flexibilität und eine außergewöhnlich gute Sicht für alle Sitzplätze ermöglicht. Ein weiteres wesentliches Designelement sind die doppelten Hexagon-Balkone an den Flanken, die als bewegliche Wände konzipiert wurden, um allen variablen Leistungseinstellungen gerecht zu werden.
Das Konzept zielt darauf ab, das Versprechen eines wirklich erstklassigen Erlebnisses einzulösen, indem es sich auf drei Haupt-Design Themen und mehrere technische Ausführbarkeiten konzentriert. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lösung alle oben genannten Punkte erfüllt und gleichzeitig den anspruchsvollen technischen Anforderungen eines großen Unterhaltungskomplexes gerecht wird.

OLM

Bildungs- und
Besucherzentrum: 
Design Entwicklung

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelten wir ein neues Konzept für einen Landschaftsgarten mit einem integrierten Bildungs- und Besucherzentrum. Das zukünftige Bildungs- und Besucherzentrum befindet sich im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Reich an natürlichen und kulturellen Ressourcen zählt der Park zum UNESCO Kulturerbe und ist einer der größten und bedeutendsten Landschaftsgärten Kontinentaleuropas. Die Seen bilden das lokale Landschaftssystem. Innerhalb dieser einzigartigen geografischen Gegebenheiten bezieht das Ausstellungsgebäude die vorhandene ökologische Ästhetik in ihre Gestaltung und Funktion ein.
Das Ausstellungsgebäude ist als versenkter Baukörper konzipiert und versteckt sich unterhalb des fortgeführten Landschaftsgartens. Die Fassade des Neubaus soll zum Schutz vor extremen Überschwemmungen durch die benachbarte Neiße in Stampfbeton mit Holz und Zuschlagstoffen ausgeführt werden. Der WU-Baukörper, der die beiden Untergeschosse innen und außen umschließt, wird auf das Niveau des ersten Obergeschosses des Kavalierhauses angehoben. Wo dies aus gestalterischen oder technischen Gründen (Fluchtwege) nicht möglich ist, sind mobile Barrieren vorgesehen, die im Hochwasserfall in dafür vorgesehenen Ankern eingesetzt werden.
Das Erschließungsgebäude ist als offenes Gebäude konzipiert, das vor Niederschlag schützt, aber keine Verglasung oder sonstige thermische Hülle oberhalb der Geländeoberkante aufweist und somit der Forderung keine reflektierenden Flächen zu schaffen Folge leistet. Das großes Glasfenster, das sich zur Natur hin öffnet, dient als botanische Kulisse, um eine räumliche Durchlässigkeit zwischen der Außenlandschaft und dem Innenraum zu schaffen. Die Heizenergie des Gebäudes stammt aus geothermischen Quellen, etwa über Bohrungen und einer Wärmepumpe. Der notwendige Strom wird von einer PV-Anlage auf dem Südschrägdach des Kavalierhauses sowie von Pergoglas auf der Dachterrasse des Neubaus erzeugt.
In der Ausstellung werden wichtige geologische Prozesse veranschaulicht, die Rohstoffgewinnung und die Folgen der Veränderungen in der Landschaft. Darüber hinaus soll der neue Ort die Besucher für die einmaligen landschaftlichen und geologischen Reize des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen sensibilisieren und zu weiteren Entdeckungen rund um Bad Muskau anregen.

BMSK

Sensibilität
und Liebe
zum Detail

Für das global tätige E-Commerce-Unternehmen SHOPIFY aus Kanada wurde 2022 von dem Architekturbüro MVRDV das eigene Bürogebäude in Berlin-Mitte in eine post-pandemische Bürowelt umgestaltet. Als in der Pandemie 2020 das wohl größte Home-Office-Experiment der Welt deutlich werden ließ, dass für viele Menschen kein Zwang mehr besteht im Büro zu arbeiten, begann das Unternehmen, die eigenen Büroräume im Zuge einer Renovierung 2022 drastisch zu überdenken. Im Mittelpunkt sollte nun das kollektive Erlebnis stehen, fernab von klassischen Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Wir übernahmen 2022 das in Rotterdam geplante Konzept und ließen die neuen Flächen unter Berücksichtigung deutscher Normen zum Leben erwachen.
So materialisierten wir das Konzept auf drei Ebenen des insgesamt 6-stöckigen deutschen Hauptquartiers, ohne dabei die bereits bestehende Baugenehmigung zu ändern und die bereits vorhandenen Materialien weitestgehend miteinzubeziehen. Es entstand eine hybride Bürowelt aus erstklassigen Räumen mit Tools, die konzentriertes Arbeiten, soziale Interaktion, kreative Auseinandersetzung, Beziehungen untereinander sowie Rückzug und persönliche Kontemplation fördern und nicht zuletzt einen hohen Identifikationswert besitzen. Als Gestaltungsgrundlage diente neben der visuellen Identität von SHOPIFY das Berliner Stadtbild. Im Erdgeschoss, das gleichzeitig der Eingangsbereich ist, befindet sich ein maßgefertigter Tresen mit blau-grünen Kacheln, die an den Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz erinnern. Herzstück auf dieser Ebene ist der “Raum zum Aufladen”, der als Erweiterung des Berliner Volksparks konzipiert wurde: ein biophiler Raum, der das menschliche Bedürfnis, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, thematisiert; grüne Wände, viele Pflanzen, organische Linien und eine Einrichtung, die an einen typischen deutschen Biergarten erinnert. Eine interne Treppe verbindet die Fläche mit dem Untergeschoss.
Dort befindet sich ein Club, der sich auf das berühmte Berliner Nachtleben bezieht und als Raum für Veranstaltungen oder zwangloses Beisammensein genutzt werden kann. Die aus Vinyl bestehenden Wände bilden eine große Projektionsfläche, die für Präsentationen und Konferenzen genutzt werden kann. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich ein „Geheimer Raum", dessen Zugang vom Flur aus nicht sichtbar ist. Der Raum enthält eine Magnetwand und ein Blackboard für temporäres Arbeiten oder Mini-Meetings sowie Gesellschaftsspiele, die das Teambuilding fördern. Außerdem steht allen Mitarbeitern ein „room of requirements” als Rückzugszelle zur Verfügung. Im 6. OG befinden sich drei „Vor Ort Räume”, die in Form von „farbigen Ecken” angelegt wurden und durch Vorhänge separiert sind. Tischinseln und Whiteboards ermöglichen konzentriertes und kommunikatives Arbeiten. Um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, wurden die Wände mit Akustikpaneele aus Filz verkleidet. Das Material der Vorhänge besteht ebenso aus einem schallabsorbierenden Filzstoff.
In engem Abstimmungsprozess mit dem Architekturbüro MVRDV entstand eine moderne, individuell gestaltete Arbeitswelt, die die speziellen Anforderungen eines post-pandemischen Büros erfüllt.

SHPFY

EINE VIRTUELLE
COMMUNITY
ZUM ANFASSEN

Das neue Headquarter der beiden größten Online-Plattformen für Kleinanzeigen befindet sich auf fünf Etagen der denkmalgeschützten ehemaligen Oberpostdirektion in Charlottenburg. Das Gebäude gehört zu den Hauptwerken des Berliner Expressionismus. Die planerische Übersetzung erfolgt in Anlehnung und subtiler Interpretation des hier manifestierten Berlins der 1920er Jahre. Der Charakter der Goldenen Zwanziger mit den vorherrschenden Art Déco Elementen des Gebäudes bilden die gestalterische Grundlage aller fünf Etagen. Besondere Herausforderung dabei ist zum einen die Verschmelzung von generischen Flex-Desk-Bereichen mit spezifischen Räumlichkeiten für aktivitätsbasiertes Arbeiten und zum anderen die Schaffung einer dauerhaft interessanten und fördernden Räumlichkeit, die beiden Corporate Identities der beteiligten Unternehmen Rechnung tragen kann. Im Erdgeschoss soll die in gelb gestaltete Eingangszone den Besucher vor Eintritt ins Büro in die Zeiten des Berliner Expressionismus vor fast 100 Jahren zurückversetzen. Von hier aus gelangt man über die Treppe oder den Aufzug in die 3. bis 7. Etage. Von dort gehen alle weiteren räumlichen Nutzungen ab.
Entsprechend den Erfordernissen des zeitgemäßen Arbeitsalltags entstand auf ca. 6.500 m2 eine Bürowelt aus non-territorialen Büroflächen, die unterschiedlichste Nutzungsszenarien zulassen. Neben den flexiblen Arbeitsplätzen, die je nach Bedarf zum Arbeiten gebucht werden können, gibt es Flurboxen mit integriertem Meetingraum, einer Telefonkabine sowie einer Rückzugszone. Diese sind mit technischen Installationen wie Beleuchtungs- und Medientechnik ausgestattet. Diese sollen der digitalen und internationalen Kommunikation der Mitarbeiter dienen, die fester Bestandteil im Arbeitsalltag der Unternehmen ist. Die zeitgenössischen Glastrennwände im Industriestil machen die fast 100-jährige Tradition der Oberpostdirektion sichtbar. In den Teeküchen wurde die Tradition fortgeführt: die charakteristischen Wandfliesen interpretieren das Fassadenmaterial des historischen Hauses.
Das 7. OG, das ehemals als Lager des Hauses genutzt wurde, wird im Industriestil fortgeführt. Die neuen Bauteile nehmen Abstand zum Bestand, sodass Alt und Neu klar erkennbar und voneinander unterscheidbar sind. Rundum und bis zu einer Höhe von 3m wurden die rechteckigen Phone Booths und Think Tanks von einer weißen Wandkonstruktion umhüllt. So entstanden neue Räumlichkeiten, die den Charakter eines Großraumbüros auflösen, eine entspannende Atmosphäre schaffen und Raum für konzentrierten Rückzug bereithalten. Die Wände und Decken erhielten eine schallabsorbierende und ökologisch abbaubare Verkleidung. Die in der sechsten Etage angrenzende, großzügige Dachterrasse, die einen einzigartigen Blick auf die umliegende Stadtlandschaft und in den angrenzenden Lietzenseepark bietet und für Community Events einlädt, wird für alle Besucher zugänglich gemacht. Die flexiblen Arbeitsplätze wurden auf allen Etagen entlang der Süd- und Nordfassaden mit direktem Tageslicht angesiedelt, wohingegen die Phone Booths und Think Tanks überwiegend im Inneren des Raumes verortet wurden.
Die sonst nur online erlebbaren Unternehmen erhalten für ihre zukunftsfähigen Arbeitsräume eine Identität aus Alt und Neu. Das Look & Feel für die spezifisch gestalteten Bereiche bietet die Möglichkeit, das virtuelle Produkt des Handelns und des Austausches nach innen und nach außen repräsentieren zu können sowie haptisch erfahrbar zu machen. Es entstand im engen Abstimmungsprozess mit mobile.de und Kleinanzeigen.de eine zeitgemäße und individuell gestaltete Arbeitswelt, die den spezifischen Anforderungen einer virtuellen Community in einem LEED-zertifizierten, denkmalgeschützten Gebäude gerecht wird.

D.50

Haus trifft
Boot trifft
Haus

Für die Umnutzung eines ehemaligen Lastenkahns führten wir eine Konzeptstudie für ein Hausboot durch und erzielten damit die Erschließung einer ungenutzten Fläche zu neuem Wohnraum.
Dabei nutzten wir die 33 Meter Länge des Bootes optimal für gehobenen Wohnraum aus. Ein durchlaufendes Wohngeschoss reiht Wohnen, Essen, Kochen und Schlafen elegant aneinander. Die Lounge Area mit Blick auf das Wasser lässt den Wohnraum mit dem Volumen des Schiffbauchs verschmelzen.
In einem der zwei Bäder steht ein besonderes Highlight: Die tiefliegende Badewanne, die einem das Gefühl gibt, in der Havel selbst zu baden. An Bug und Heck führt je eine Wendeltreppe auf die einladende Sonnenterrasse.
Die Studie repräsentiert ein suburbanes Leben auf kleinem Raum, wobei moderne Technik und Architektur im Vordergrund stehen.

HAH

Eigenbrötler Kiez
trifft globale
Gesellschaft

Architektur soll stets einen Bezug zwischen Zeit und Standort herstellen. Mit der Erweiterung der Lichtfabrik, einem alt-berliner Gewerbehof in Kreuzberg, stellten wir uns genau dieser Herausforderung. Gemeinsam mit Bollinger + Fehlig Architekten realisierten wir ein facettenreiches Geschäftshaus in Berlin-Kreuzberg, welches in der Lage ist, einen architektonischen Diskurs zu vermitteln. Die Lichtfabrik sollte der multikulturellen Umgebung Respekt zollen, diese jedoch weiterdenken und zeitgemäß ergänzen. Zwischen Denkmal- und Milieuschutz, zwischen lokalem Kiez und globaler Gesellschaft, zwischen digitaler Planung und analoger Umsetzung pflegt sich dieser dialektische Neubau in die Kottbusser Straße ein.
Die Fassade verbindet die Auswahl der Materialien und Formen mit den städtebaulichen Bestimmungen. Dabei orientierten wir uns formal an den Fassadenformaten der Umgebung. Gestalterisch gingen wir einige Schritte weiter. Die großräumigen und zeitgemäßen Open-Space-Flächen wurden ummantelt von einer dreidimensionalen Fassade.
Dem Beton-Rohbau wurde eine feingliedrige Fertigteil-Fassade vorgehängt. Neuentwickelte Formteile aus Glasfaserbeton, flexibel formbar und leicht, verleihen dem äußeren Gewand der Lichtfabrik einen textilen Charakter. Die darin eingelassenen Fenster mit südwestlicher Ausrichtung verdrehten wir jeweils um wenige Prozente, um optimalen Lichteinfluss zu gewähren. Aus dieser Faltenwurf-Modellierung entstand ein Prisma, das seine Form abhängig von den Lichteinflüssen optisch verändert und so ein modernes architektonisches Vokabular in ein neu entstehendes Bürohaus verwandelt und gleichzeitig lokale Erinnerungen neu organisiert. Die Fassade der Lichtfabrik besteht aus 143 Stück Einzelanfertigungen.
Alle drei Fachdisziplinen haben das Gebäude gemeinschaftlich bis in die Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) in Bauwerksdatenmodellierung (BIM) geplant. Das Projekt repräsentiert unsere Interpretation einer typischen, gründerzeitlichen Industriefassade. Metaphorisch gesehen spiegelt das neue Gebäude die Bestrebungen eines modernen Hauses wider, das zwischen dem Lokalen und dem Globalen, dem Privaten und dem Öffentlichen, dem Kollektiven und dem Individuellen, dem Formellen und dem Informellen vermittelt und so seine dynamische Identität begründet. Mit der Nachverdichtung in Form von Büroflächen, erreichten wir eine optimale Flächennutzung von einem der letzten freien Grundstücke in Berlin-Kreuzberg.

KOT.11

info@stoeckert.berlin+49 30 403 647 541
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